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Zebus als Landschaftspfleger in Restrup
Do. 08.09.2016
Manfred Sternbergs Herde




Berge/Bippen. Lecker, lecker, ruft Manfred Sternberg. Und schon kommen aus allen Ecken der Weide elf Zebus angetrabt. Es gibt zur Feier des Tages Rbenschnitzel. Eigentlich bentigen die gengsamen Tiere die gar nicht. Das wei auch Manfred Sternberg. Ihm geht es vielmehr ums Vertrauen.



Manfred Sternberg wohnt an der Hekeser Strae in Berge, seine Zebus sind derzeit jedoch im Bippener Ortsteil Restrup zu Hause. Vom Haus der Compagnia Buffo aus geht es rechts ab. Nach etwa einem Kilometer kommen dort die Zebus darunter auch Zwergzebus auf einer Weide zwischen Bschen und Bumen in Sicht. Morgens und abends fhrt Manfred Sternberg dort mit seinem Gelndewagen am Gatter vor, um die Tiere mit Wasser aus einem angrenzenden Bach zu versorgen. Das hlt mich fit und macht mir Spaߓ, sagt der 67-Jhrige.

Sehr gengsame Tiere

Fr ihn sind die Zebus mehr als nur ein Hobby. Das wird schnell klar, wenn er beispielsweise erzhlt, dass er sich die Tiere an schnen Sommerabenden gerne stundenlang anschaue. Auch ist er stolz auf ihre besonderen Vorzge. Die Tiere seien sehr gengsam und kmen auf kargen Wiesen gut zurecht. Auch hinterlieen sie im Gegensatz zu groen fleischigen Rindern und Khen kaum Trittspuren. Und obwohl sie zwar ursprnglich vom indischen Subkontinent stammten, eigneten sie sich bestens, um norddeutsche Weiden in Schuss zu halten. Sie fren sogar Disteln und Brennnesseln. Kurzum: Die Zebus seien die Diamanten unter den tierischen Landschaftspflegern. Die futtern im Prinzip fast alles, was grn ist, so der Hekeser.

Sehr pflegeleicht

Wie Manfred Sternberg weiter erzhlt, sind die Zebus zudem sehr pflegeleicht, kmen aufgrund ihrer Herkunft auch gut mit groer Hitze zurecht. berdies htten sie keine Probleme mit Rinderkrankheiten. Einen Hufschmied bentigten sie ebenfalls nicht. Lediglich einmal im Jahr sei eine Blutuntersuchung notwendig. Was den Tieren hingegen berhaupt nicht behage, sei Regen, so Manfred Sternberg. Deshalb sei auf jeden Fall ein trockener Unterstand fr die Zebus notwendig. Dort rckten die dann gerne eng zusammen.

Fleisch gilt als Delikatesse

Der Grundstock der aktuell elf Tiere umfassenden Herde stammt von Zchtern aus Quakenbrck und Melle. Mit ihnen teilt Manfred Sternberg die Vorliebe fr diese Tiere. Gleichwohl: Trotz aller Wertschtzung muss gelegentlich ein Tier geschlachtet werden. Dazu erschiee der Schlachter die Zebus direkt auf der Weide mit dem Gewehr, so Manfred Sternberg. Das sei besser fr das Fleisch, das als Delikatesse gelte, erklrt der 67-Jhrige weiter.

Neue Flchen gesucht

Die Herde einschlielich der Jungtiere bearbeitet derzeit eine Flche von rund vier Hektar. Die hat Manfred Sternberg von einem Landwirt gepachtet. Allerdings ist damit zum Jahresende Schluss. Er wird dann die Herde verkleinern mssen, da er selbst nur ber insgesamt eineinhalb Hektar verfgt. Das sei deshalb notwendig, weil die Zebus wenn nicht zugefttert werde pro Tier eine Flche von mindestens 0,3 Hektar bentigten. Derzeit hofft Manfred Sternberg aber noch, dass er neue Flchen pachten kann, um den Weiden in der Region Gutes tun zu knnen.

Autor: Jrgen Ackmann
Quelle: Neue Osnabrcker Zeitung




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